Druckschrift 
4 (1834)
Entstehung
Seite
119
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Nach langem Aufenthalt auf dem Kontinentkehrte Trevylyan nach England zurük. Er stürztesich ins thätige Leben und ward was man in die-sem Zeitalter der kleinen Namen einen ausgezeich-neten und berühmten Mann nennt. Was aber fort-an in seinem Benehmen am meisten auffiel, warseine Unfähigkeit für Ruhe. Gierig griff er nachjeder Beschäftigung, selbst von der verschiedenstenund buntesten Art Oekonomie Wissenschaften politische Thätigkeit Vergnügungen. Er er-trug keinen Stillstand auf seiner Bahn und Mußewar für ihn was Gorgen für Andere. In der Weltlebte er, wie die übrigen Menschen, seinen Obliegen-heiten nachkommend, seine Neigungen befriedigend,seine Laufbahn erfüllend. Aber in seinem Innernhatte ein tiefer, winterlicher Wechsel stattgefunden;die Sonne seines Lebens war hinunter;der Duft der Fantasie hatte die Erde verlassen. Festwie bisher stand der Stamm gegen den Sturm, aberdas grüne Laub war auf immer von ihm gefallenund der Vogel hatte seine Zweige verlassen. Einsthatte er die Schönheit angebetet, von welcher dasLied der Dichter singt; die Herrlichkeit und Glutwomit solche Gedanken umgeben sind, die unserergemeinen Scholle nicht angehörcu; aber jezt warder Born der Begeisterung versiegt und die goldneSchale war am Quell zerbrochen. Mit Gertrud hatteihn die Poesie des Lebens verlassen. Eine Musik hatte,wie sie selbst ihren Hingang beschrieben, ausgehört,aus der Schöpfung zu atbmcn; mochte fortandie Barke auch noch eben so schnell segeln, der Strommit eben so stolzer Woge sich heben, Etwas das dasHerz umsaitet war still geworden, und der Zauberder Reise dahin!

Und Gertrud schläft an dem Ort, wo sie ihr