Druckschrift 
4 (1834)
Entstehung
Seite
111
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III

ten Hauch für Trevylyan besorgt, keine Trübungweiter aus ihre irdische Trennung werfen wollte;vielleicht auch daß, die Gewisheit ihres Verhängnis-ses einmal fest ins Aug gefast, seine Schreken ver-schwanden. Die Saiten der Gedanken, bei der lei-sesten Bewegung zitternd, können durch einen einzigenVorfall oder in einer einzigen Stunde, umgestimtwerden; ein Klang heiliger Musik, ein grüner stillerBegräbnisplaz vermag die Gestalt des Todes zu einemEngel nm^nwandcln. Weise und mit schöner Lehrefür uns entkleideten daher die Griechen das Grab sei-rer unwirklichen Düsterkeit; weise verkörperten sieden grosen Gedanken der Ruhe durch festliche, lieb-liche Bilder nnbewnst des nordischen Wahnsinnsder ein Gespenst ans dem stillen Schlummer machte!

Aber während Gertrudens Stimmung denTon der Gesundheit wieder gewann, nahm ihr Kör-per rasch ab, und wenige Tage reichten jezt zu ei-ner Verwüstung hin, wozu kurz vorher Monatenöthig gewesen.

Eines Abends stieß Trevylyan, der allein aus-gcgangen war um den Vorstellungen nachzuhängen,die er in Gertruds Gegenwart zu erstiken suchte,unter den verödeten Ruinen des Schlosses plözlichauf Vane. Einsam stand der ruhige, fast verhär-tete Zögling des Ungemachs der Welt da und be-trachtete die zertrümmerten Fenster und den gespal-tenen Thurm, durch welche die Sonne eben ihrenschiefen Scheidestral warf.