Druckschrift 
4 (1834)
Entstehung
Seite
108
Einzelbild herunterladen
 

108

wohnt« in den früheren Zeiten des Christcnthumsein Einssedler, der, vbwol jung an Jahren, wegender Heiligkeit seines Lebens berühmt war. Niemandwüste woher er gekommen oder ans welcher Ursacheer den Kreis des Daseins ans die Einsamkeit seinerKlause eingeschränkt hatte. Selten redete er, ausserwenn sein geistlicher Rath oder sein theilnehmen-des Gebet in Anspruch genommen wurden. Er lebtevon Kräutern und den Früchten welche die Land-leute in seine Höhle brachten, und jeden Morgenund jeden Abend kam er hieher, seinen Krug mitdem Wasser des Flusses zu füllen. Jedoch sah manihn an dieser Stelle lang, nachdem er seine Arbeitbereits verrichtet, verweilen und nach einem Klosterhinüber bliken, das sich damals am jenseitigenUser erhob, von welchem aber jezt selbst die Ruinenverschwunden sind. Allmälig wich seine Gesundheitunter dem strengen Leben, das er sührte, und einesAbends ward er von einigen Fischern bewustlosauf dem Rasen gefunden. Sie schäften ihn umärztliche Hilfe zu bekommen, in das Kloster drüben,und Eine ans dcrSchwestcrschaft, die Tochter einesFürsten, wurde beauftragt des Klausners zu war-ten. Als er jedoch seine Angen gegen die ihrigenöffnete, schienen Beide von einer plözlichen Erinne-rung ergriffen zu werden. Er sprachabcrWorte ineiner fremden Mundart, und die Schwester warf sichüber das Lager des Sterbenden und rief einen Na-men, den gefeiertsten in der ganzen Umgegend, den