101
nie noch einmal von Dir zn träumen! —ah, das ist ein bitterer Gedanke! aber ich will ihmtroze» — ja trvzen, als Eine die Deiner Achtungwerth ist."
Trcvylyan, von erwürgenden Gefühlen umklam-mert, bedekte das eigene Gesicht mit den Händen,lehnte sich im Wagen znrük und kämpfte umsonstgegen sein Schluchzen an.
„Vielleicht," hob sie, die mitunter sich noch ander Hoffnung festhielt, die von ihm gänzlich ge-wichen war, wieder an: »vielleicht daß ich michgleichwol täusche; daß meine Liebe zu Dir, vonwelcher mir ist, als könnte sie den Tod besiegen,mich gegen diese grausame Krankheit aufrecht er-hält. Die Hoffnung mit Dir zu leben — Dich zuhüten — Deine hohen Plane zu theilen — und— ach vor Allem — Dich in Kummer und Leidenzu trösten wie Dnmich getröstet: — liegt in solcherHoffnung nicht etwas, das selbst diesen dahinsinkcndenLeib zu tragen vermag? Und Wer wird Dich lie-ben, wie ich Dich liebe? Wer Dich in dem Lichtsehen, wie ich Dich gesehen? Wer für Dich unterDank und Thränen beten, wie ich gebetet habe? OAlbert, so wenig bin ich eifersüchtig ans Dich, sowenig denk ich V-rgleichungweise an mich, daß ichmeine Angen zufrieden vor der Welt znschlöße, wennich wüste daß ein anderes Wesen Dir sein werde,was ich Dir sein könnte!"
»Gertrud," erwiederte Trevylyau, und blikte