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leben ? Stralt der zerbrochene Spiegel in ihremInnern das Angesicht der Wirklichkeit znrük, oberSchatten und Formen in wildem Durcheinan-der — Trnggebilde der Träume eines Kranken ? Dochvielleicht macht ein einziges, in der allgemeinen Zer-trümmerung des Gehirns unversebrt gebliebenesAndenken den schönen Rhein noch schöner, als erfürs gewöhnliche Angc ist; sänskigt den Strom mitden Farben Hingeschiedener Liebe nnd löst das sic be-wahrende Herz über die rebenbekränzteu Hügel mit We-sen hinwandeln, die nicht mehr sind! Hier sizt viel-leicht der selbst erschaffene Herrscher auf seinem Thronund sieht die Schiffe für seine Flotte, die Wogenund Thäler für sein Gebiet an. Dort sieht derSchwärmer, vom Liebt irgend einer Fantaslercllgionverbrant, Engelgestalten nnd findet in den Wolkenum die sinkende Sonne ber de» Siz Gottes. Dortbeschwört das Opfer treuloser oder untergcgangenerLiebe, mächtiger als die alten Magier, die Todtenherauf oder ruft die Ungetreuen durch den Zauber-trank unsterblicher Imagination znrük. Ach, glüklichbist Du, beschwingte Macht der Bildungskraft inuns! — Besiegerin jeden Grams — Erheüerin jederVerzweiflung! Du nimmst uns von der Welt hin-weg wenn uns die Vernunft nicht länger an dicsselbezu fesseln vermag, und gibst dein Wahnsinnigen dieBegeisterung nnd den Trost des Dichters! Du,Mutter der reineren Liebe, bleibst wie die Liebe beiuns, sogar wenn wir selbst uns verlassen, und er-