Druckschrift 
2 (1834)
Entstehung
Seite
26
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Herz de» kühnen deutschen Stammes gegraben, undauf unser» Wanderungen au den Ufern des Rheinsstehen wir verwundert still vvr den grosen Denk-malen des italischen Joches.

In Köln hielten unsre Reisenden einige Tagean. Sic befanden sich in der Stadt, welcher dasLager des Markus Agrippa den Ursprung gegeben.Dieser Flek hatte vom bewehrten Tritt der LegionenTrajans wiedergehallt; in diesen Mauern warenVitellins, Silvanns zu Kaisern ansgernien worden;in jener Kirche^) erhielt Lezterer den Todesstrcich.

Vor den Thoren der St. Marienkirche begeg-nete das liebende Paar einigen Landlenten, die ansden geweihten Boden umherscblendertcn, und beimAnblik von Gertrndens zarten Wangen ihren GrnSmit mehr als gewöhnlicher Achtung anssprachen.Da wo sie im Auqenblik standen, schwingt sich dasGebäude zu einer Kreisform a,,sz cs hat, der Sage»ach, im Grnndwerk »och Reste des römischen Ge-mäuers. Gcrad vor ihnen stieg der Thurm einerschlichten schmnklosen Kirche ans und bildete durchdie Einfachheit des ernenten Glaubens einen eigen-thiimlichcn Gegensaz zu dem Pomp des alten.

Die St. Marienkirche nimmt eine Seite des rö-mischen Kapitols ein, und der Plaz führt immer

*) In der S t-Sev er in k irche , woeinaeleqteMarmor-figurcn noch den L°rt bezeichnen, >ro der Kaiser er-mordet worden sein soll. Ter Uebersczer.