Druckschrift 
1 (1834)
Entstehung
Seite
110
Einzelbild herunterladen
 

110 .

Bane znkte die Achseln.Mein theurer Freund,"sprach er, mit wolwollender Superiorität ans seineDose klopfend:Sic sind viel jünger als ich!"

Dergleichen zwischen Trevylyan und Dane häu-fig vorkommende Gespräche hatten, so verdrießlichauch, wie ich fürchte, die eben gegebene Probe demLeser dünken mag, eine» nnanssprechlichen Reiz fürGertrud. Sie liebte die erhabene, großartige Le-benßansicht Trevylyans, die, während sie seiner glü-henden inner» sstatnr entsprach, einen auffallendenGegensaz gegen sein Benehmen bildete, daß in derRegel gegen Jederman, ausgenommen gegen sie selbst,hart und kalt erschien. Jung und zart wie sie war,bemeisterte sich sein emporstrebender Geist ihrer scho-nen Fantasie und flößte ihr jene Leidenschaft für daßHeldenthum ein, deren jedes poetische Gemüth em-pfänglich ist. Sie liebte sich i» Träumen über sein künf-tiges Los zu ergehen, in der Vorstellung an seinen Mü-hen Theil zu nehmen und über seine Triumphe zu ju-beln. Und fragte sie sich bisweilen ob ein auf dieÄnssenmelt gerichtetes Leben ihn ihr nicht entfrem-den würde, so durfte sie ihren Blik nnr auf seinhütendes Auge wenden und stehe, er war neben ihroder zu ihre» Füßen.