lic» — Das ist ebenfalls natürlich; — und sie liebtDich: ach, was könnte wiederum mehr im gewöhn-lichen Lauf der Dinge sein als Dies? Julie liebtDich; vielleicht nicht so sebr, als ich Dich liebte,aber sie kennt Dich auch nicht wie ich Dich kennengelernt, und sie,, deren ganzes Leben ein Triumphwar , kann die Dankbarkeit nicht fühlen, die ich em-pfand, als ich mich geliebt glaubte! Aber Das wirdkommen — Gott geb cs! Lebe denn für immer wol,thenrcr Engen; ich scheide von Dir, weil Dn michnicht weiter brauchst; Dn bist nicht langer an Lnci-lien gebunden; wo Du Dich auch hinwenden magstkönnen fortan. Tausende, meine Stelle ersczen;, —lebe wol."'
Mit diesen Worten stand sie auf und wolltedas Zimmer verlassen: St. Amand aber faste siebei der Hand,, die sie ihm vergeblich zu entwindensuchte und strömte unzusammenhängend, leidenschaft-lich seine Vorwürfe gegen sich selbst, seine beredtenSinwürfo gegen ihren Entschluß hervor..
»Ich gestehe," rief er,, „daß ich für einen Augen-bkik verkokt wurde; ich gestehe, daß Juliens Schön-heit mir Dein höheres, heiligeres, unendlich heili-geres Anrecht auf meine Liebe minder fühlbar machre.Aber vergib mir, theuerste Lncilie; bereits bin ichwieder Dein , empfinde Alles wieder, was ich einstfür Dich empfunden: treibe mich nicht, der Wonneder Sehkraft, die ich Dir verdanke, zu fluchen. Dirdarfst mich nicht verlassen; nie können, wir Beide.