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eine krankhafte Verstimmung anzukämpsen. DieseAnfälle von Niedergeschlagenheit und Verdüsterunggriffen Trevylyau in die Seele; unaufhörlich merktesein Aug auf dieselben, suchte sein Herz sie zu säufti-gen. Oft wenn er sie herankommen sah, bemühteer sich Gertrudens Aufmerksamkeit von Dem, waser irriger Weise für Mitempfindung seiner eigenenAhnungen hielt, abzuleiteu und ihre junge, romantischeEinbildungskraft auf einige Zeit durch den liebli-chen Trug der Dichtung zu führen. Denn Gertrudstand noch in der ersten Jugendblüte, und noch perlteder ganze Thau der schönen Kindbeit frisch ans derjungfräuliche» Blume ihres Gcmüths. Trevylyan,der einige seiner frübcrn Jahre unter den Studentenin Leipzig zugebrächt hatte und in der buntenMärchenwelt lief bewandert war, durchwühlte seinEedächtniß nach solchen Geschichten, die ihm amansprecheirsten für die Geliebte dünkten; oft beganner mit erkünsteltem Lächeln einen lustigen Schwank,öfter noch, mit mehr eigenem Antheil, die ernstereSage von Hcrzensproben welche Vcrschlcieriunenwie — Verkündcrinnen derjenigen waren, die ihnen/ selbst bevorstand. Von solchen Erzälungen Hab ichnur wenige ausgelesen; ich glaube nicht, daß sie derWiederholung am mindesten werth sind; jedenfallssind sie diejenigen, zu deren Wiedergebung manig-fache Erinnerungen mich am geneigtesten machen.Gertrud liebte diese Geschichten, denn noch hatteihr die Kälte der Welt kein Blättchen aus der