Druckschrift 
8 (1835)
Entstehung
Seite
112
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ten habe, weil politische List eine bessere Gelegenheitzur Enthüllung abwarten wollte. So war er alsonicht allein das b'ethvrte Opfer seiner Leidenschaften,nein, noch viel demüthigender, ein Werkzeug in derHand des Mannes gewesen, dem sein Haß den Un-tergang geschworen hatte. Keinen Halm, keineStoppel des eitlen Ruhms, an welchen er das Lebenverpfändet und die Seele gewagt, konnte er an seinversinkendes Herz ziehen und sagen -Dieß ästmeine Stütze."

Rene.der Dankbarkeit verbitterte noch mehr sei-nen Kelch.-Man hatte bei Mordannt eine Note überdie Summe gefunden, welche er am Tag seiner Ermor-dung anonym Wolf zngestellt, und sie war in so ach-tungvollen Worten abgefaßt, daß sie daS grimmeHerz des Republikaners zu den einzigen Thränenbewegte, welche er seit seiner Kindheit vergossenhatte. Von diesem Augenblick an kam ein finsterer,schweigender Geist über ihn. Er sprach mit Nie-mand - beachtete Niemand, vertheidigte sich nichtvor Gericht, klagte nicht über Strenge appel-lirte nicht gegen sein Urtheil. Das Eisen war inseine Seele gedrungen, aber es hielt aufrecht wäh.rend es folterte. Selbst jetzt, wo wir sein dunkles,unbewegliches Antlitz betrachten, zeigt sich keineflüchtige Rührung kein natürlicher Krampf plötz-licher Furcht vor der morgenden Katastrophe, keineheftige, kochende Leidenschaft, die sich müde kämpftkein Zeichen innerer Orkane, die «ns den verborgenen