47
B i er ll n d achtz igsteö Kapitel.
Füll Deine Spanne Zeit, und Strang um StrangWeb' ans Dein eitel- Netz, worin Dein HerzGiftkrütcnd, listig sitzt. Sieh, rings um Dich,Nach vorn und hinten, wie ein Wolkenwall,
Schafft fort das dunkle Schicksal.
Anonym.
lieber ein Zimmer in Craufords Haus in Lon-don verbreitete sich die Dämmerung eines Winter-abends, vor dem überhandnehmenden Dnnkel nurdurch ein schwaches, erlöschendes Fener im Kamingewahrt, an welchem Herr Bradley, die Füße überdas Feuergitter gehängt, sichtbar rang, einigeWärmein die eisige Fläche ftiner ausgereckten Hände einzu-schwärzen. Crauford selbst durchschritt unruhig dasZimmer, dann und wann die schlauen, funkelndenAugen auf den Genoffen seines Betrugs werfend,der, dem Ansehen nach unbekümmert um diese Mu-sterung, blos mit der Schwierigkeit seine dürre,welke Gestalt zu erwärmen, beschäftigt schien.
„Haben Sie dort nicht recht kalt, wertherHerr?" fragte Bradley nach einer langen Pause,indem er sich noch näher gegen den Herd der ver-glimmenden Asche niederdnckte: - ,/oll ich nicht umneue Kohlen klingeln?"