Druckschrift 
8 (1835)
Entstehung
Seite
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außerordentliche Enge der Gasse und die zunehmendeNacht den Wanderer in völliger Finsternis; ließen,so daß er die nähern Eigenthümlichkeitcn seiner Lagenicht zu erkennen vermochte, genügte ihm doch seinAsyl vollkommen; er schüttelte den Regen vom Hut,wand Aermel und Nockschöße ans, überzeugte sich,daß er nur auf den Schultern ganz durchnäßt sey,schob zwei Taschentücher, als Schutzmittel gegen dengefürchteten Rheumatismus, zwischen Hemd und Hautein, lehnte sich dann, in der fernsten Ecke seinesSchlupfwinkels, behaglich an die Wand und ver-suchte seinem mißhandelten Regenschirm die vorigeGestalt wieder zu geben.

Er mochte ungefähr drei Minuten so zugebrachthaben, als er Stimmen zweier Männer vernahm,welche die Gasse herabeilten.

Aber so halte dochsagte der Eine di«ersten Worte die Braun verstehen konnte,so haltdoch, der Regen kann nicht mehr lange dauern, undwir haben noch einen weiten Weg vor uns."

Nein, nein," erwiederte der Andere mit ge-bietender, aber besser betonter Stimme, als die desErsten, welche unverkennbar plebejisch und etwasausländisch klang;nein, wir haben keine Zeit.Was geht die üble Laune des Wetters Männer an,die einen einzigen, brennenden Gedanken nähren,und durch das wogende Gcmüth fast abgestumpftgegen die Zufälle des Körpers geworden sind?"

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