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Eigensinn der Laune straft, gebebt, und so kannte fienichts von jener Angst und Niedrigkeit und thätli-chcn Lüge, welche die Unschuld der Kindheit in derRegel beflecken. Das Versprechen ans der offenenStirn (über welche ihr seidenes Haar, in zwei gol-dene Wellen gcthcilt, hcrabfloß), in den furchtlosenaber zärtlichen Augen und in dem ruhigen Lächeln,das, der die Liebe hütenden Freude gleich, aufden rosigen Lippen saß, wurde von einem Gcmüthim vollsten Sinn gehalten, aus welchem alle Gedan-ken rein, freundlich und schuldlos, wie Wogen auseinem Quell flössen, den ein Sylfc sich zur Wohn-stätte geheiligt hat.
Diesen Abend saß sie, wie bemerkt, neben demVater und horchte, obwohl sie den Sinn nur thcil-wcisc faßte, auf seine Unterredung mit dem Gast.
DaS sehr geräumige Zimmer war von Büchernumschlossen, über welchen in gedrängter Reihe Büstendahin gegangener Helden und unsterblicher Weisenherabschautcn. Hier in seiner erhabenen Schönheitdas Antlitz Plato's, dort das härtere, irdischere Ge-sicht Ciccro's, des einzigen Römers (mit Ausnahmedes Lukrcz), der ein Grieche gewesen scpn könnte.Hier zeichnete der stumme Marmor die breite StirnBacons, — die Behausung.einer Welt, — nach;dort deuteten die Züge Lockcs an, wie der Geist dieBande des Körpers mit der Feile jenes Gedankens,der Alles, selbst die Seele, frei macht, zerreibt.Ucbcr der Abthctlung derjenigen Schriften, die uns
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