Druckschrift 
7 (1836)
Entstehung
Seite
33
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samkeit zuzuhörcn. Wirklich liebte, ja vergöttertege ihren Vater bei all ihrer Jugend in einem solchenGrad, daß seine bloße Stimme einen Zauber für siebesaß, der beinah körperlich an ihr Herz schlagenund sie ins tiefste Stillschweigen versetzen konnte;und wenn dieser schwcrmüthigc, tiefe, obwohl etwasleise Ton von Gedanken, die in Mordauntstets zugleich Gefühle waren, anschwoll oder zit-terte, ward sie, sic wußte nicht warum, traurig,und sie schlich an seine Seite und legte die kleine,Hand in die scinigc und blickte ihn mit Augen an,in deren zartem, glänzenden Blau der Geist ihrerMutter zu wogen schien. Sic war nachdenklich, ernstund mit einer die. gewöhnliche Kraft der Kinderüberbietcnden Liebesfähigkcit auSgcstattct. Vielleichthatte ihr ihre einsame Lage, und die Gewohnheitdes beständigen Verkehrs mit einem so ernsten Men-sche» wie Mordaunt, der, wenn er nicht auf Wegender Wohlthätigkcit abwesend war, sic immer um sichhaben wollte, ihrem Gcmüth eine Frühreife desGefühls gegeben und der kindlichen Unbefangenheiteinen Anstrich aufgedrückt, der die Farbe spätererJahre scyn sollte: Sic besaß keine Neigung zu denSpielen ihres Alters; ihr ging über Alles, nebenMordaunt zu sitzen, sich still in ein Buch oder eineweibliche Arbeit zu vertiefen, und dann und wanndie Augen vom Geschäft, ans den Vater gleiten z»lassen, um jede seiner Bewegungen weg zu Haschenund für Alles zu sorgen, was sich die wachsameBulwer's Romane. 5