Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
112
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men, hätte ihm meine Geburt nild meinen Bermö-gcnSznwachS entdecken, hätte die Wahrheit eines gc-wiffen Glückes nicht gegen die Prüfungen und dasVerfahren eineS RomanS wegwerfcn sollen. Aberjetzt ist eS zur Reue zu spät. Unterdessen muß sichmein Bild in ihrem Herzen gänzlich verwischt ha-ben: sie hat mich in der Menge gesehen und gingkalt an mir vorüber; ihre Wange war blaß, abernicht um meinetwillen, und in kurzer Zeit wird ßeeinem Andern angehören, und auf ewig fhr michverloren sein! Dennoch Hab' ich sie weder durchWechsel der Umstände, noch der Zeit, weder in denharten rauhen Entwürfen deS Ehrgeizes, noch imStrudel der Geschäfte oder den umgreifenden Planender politischen Jntrike vergessen nie! Doch daranzu denken ist jetzt vergebens und thöricht!"

Und nicht minder nachdenklich nach dieser weisenund wahrhaften Betrachtung wandte sich Clären»vom Fenster, gegen das er sich gelehnt, rückte einenvon den vier Stühlen an den einsamen Tisch, setztesich unmnthig und »»getröstet nieder, stützte dasGesicht auf die Hände und verfolgte den verwirrtenaber nicht unznsammenhängendcn Gang seiner Me-ditationen weiter.

Plötzlich öffnete sich die Thür und Herr Sauer-süß trat herein.

Mein hochverehrtester Herr," rief er,wie ent-setzlich daß man Sie hieher geführt hat. Wollen Siesich doch die Treppe hinauf bemühen; das Frontzim-