95
ßenthür zn. „Ist was Schönes um ein gutes Herz,"sprach er ganz im Styl Sir Christoph Findlaters,und beäugelte noch einmal den Teppich. „Ich suhlemich ordentlich glücklich beim Gedanken an dieFreude, die ich erregen werde!"
Nach einem Weg durch alle schmutzige, düstereGäßchen, Höfe und Durchgänge, wie sle nur jevon einem demüthigen Flüchtling ror der Gerech-tigkeit betreten wurden, gelangte der geduldigeMoriz in eine Art Gehöfe unter den elenden Hüt-ten in der Nähe des Towers. Erstaunt blieb etvor einem Häuschen stehen, in welchem jedes Fen-ster zerbrochen war und die von dem Dach gefal-lenen Ziegel in wüstem Durcheinander ror der Thürlagen; von welchem die gebräunten Backsteine vorAlter und Verwitterung sich abbröckelten, währenddie Baute selbst, die in eine sehr frühe Zeit hinaufreichte, so wankend und unhaltbar anssah, daß dasAuge auf den verzerrten, überhangenden Liniennur mit Unbehagen und Besorgniß ruhte. Selbstdie Ratten hatten hier ihre ekelhaften Nester ver-lassen, weil sle sich darin nicht mehr sicher glaub-ten"), und die zerlumpten Mütter aus der ärmli-chen Nachbarschaft verboten ihren schreienden Kin-
«) Für welch unglückliches Zeichen der Auszug derRatten aus einem Hans nach dem englischen Volks-glauben gelte, wurde in Eugen Aram Bdch. IV.weiter besprochen.
Der Uebersctzer.
7 *
E