immer verhindert haben würde. Diese Umständehatte er, so lange sein Sohn lebte, zu vergessen oderzu beschönigen gesucht. Aber Gram ist der Vaterder Reue, und so war beim Tod seines Abgottesdie Stimme in seinem Herzen gebieterisch gewor-den, und er verlor mit dem Antrieb auch die Kraftdieselbe wegzuklügeln.
Herrn Brauns Aufruf blieb unbeantwortet,und mit dem Eifer und der Geduld, die dem VolkS-stamm und dem Beruf des christlichen Prosclyteneigen sind, begann der gute-Mann sofort in Per-son eine höchst gründliche und mühevolle Nachfor-schung. Lange Zeit blieben seine Anstrengungen soerfolglos, daß Herr Braun in der Verzweiflung diebeiden indischen Vasen zu ihrem halben Werth loSschlug und einen Seufzer aus gepreßtem Herzenthat, so oft er den großen türkischen Teppich in sei-nem Waarenhaus mit einer Hartnäckigkeit zusammengerollt sah, als hätte er nie im Sinn sich aufzurollen.
Endlich jedoch erfuhr er mit Hilfe unermüde-ter, umständlichster Nachforschung, daß der Gegen-stand seiner Bemühungen sich unter einem ange-nommenen Namen in London aufgehalten habe. VonMiethe zu Miethe, von Winkel zu Winkel spürteer ihm nach, bis er endlich über Mordaunts ge-genwärtigen Aufenthaltsort Kunde erhielt. Miteinem freudigen Blick auf den großen türkischenTeppich schritt Herr Braun am Morgen seines be-vorstehenden Besuchs bei Mordaunt nach der Stra-