Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
92
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Mordaunt zu entdecken »nd folgenden Brief zuübergeben:

Sie sind jetzt, mein Herr, der Erbe des Be-sitzthums, das vor einigen Jahren aus Ihren Händenin die meinigen überging. Mein Sohn, um dessent-willen der Reichthum, oder, mvcht' ich sagen, dasLeben, allein einen Werth für mich hatte, ist nichtmehr. Nur ich, ein alter kinderloser Mann, stehenoch zwischen Ihnen und den Familiengntcru derMordaunts. Warten Sie nicht auf meinen Tod,um sich in den Besitz derselben zu setzen. Ich kannhier nicht leben, wo mich jeder Gegenstand an mei-nen großen, unersetzlichen Verlust erinnert. Ich werdeden nächsten Monat einen andern Aufenthalt bezie-hen. Betrachten Sie also den hiesigen aufs Neueals Ihr Eigenthum. Sie werden das Schloß, wieich hoffe, durch meine Veränderungen nicht ver-schlechtert finden! die auf dem Gut haftenden Schul-den sind abbezahlt; Sie werden vielleicht erlauben,daß mein Verwalter Ihnen die frühere Rente aus-zahle; nach meinem Tod wird Ihnen die gegenwärtigezufallen. Ich höre, sie seyen ein stolzer Mann undnehmen nicht leicht eine Wohlthat an. Sey cs (so,mein Herr! Das Ansuchen, das ich an Sie stelle,ist von Ihrer Seite nicht als eine Wohlthat anzuneh-men. Mein Vertrag mit Ihrem Vater stand mitUmständen in Verbindung, die schon längst eineQual für mein Gewissen waren, und dem Ge-wissen, mein Herr, muß unter jeder Bedingung ein