mir so ohne Weiteres glaubte, als ich mich diesemGeschäft unterzog, und mir diesen Brief gäbe'." Da-mit betrachtete Herr Braun aufmerksam ein schwarzversiegeltes Schreiben, und lugte zwischen die Eckenhinein, was jedoch seine Neugier mehr aufregte alsstillte. — „Bin doch kurios, was der Alte da schreibt;— denke wohl er entsagt dem Gut sammt demSchloß. Hm, hm! — die lauge, eben erst gebauteGemäldegallerie braucht auf jeden Fall eine Aus-möblirung. Wäre eine superbe Gelegenheit die indi-schen Vasen los zu werden, und die SophaS und dengroßen türkischen Teppich.^ Welch ein Glück, daß icheben zu rechter Zeit kam, um den Brief in dieHände zu kriegen! Aber sehen wir einmal nach,wie ich ihn aufspüre? — Ein Aufruf in der Zeitung?Za, ja, so wirds gehen. Ganz kurz: „„Hrn. Al-gernon Mordaunt, Esq. wird eine für ihn sehr an-genehme Nachricht mitzutheilen gesucht von HerrnMoritz Braun rc.'"' So ists am Besten. Wollt'ich die Nachricht selbst geben, so wäre der türkischeTeppich nicht lang genug dazu. Hätt' ich MordauntsAufenthalt nur früher entdeckt, und ihm zu Lebzei-ten des jungen Herrn ein Geld vorgestreckt, so käm'snoch großmüthiger heraus. Indessen kann ich'sauch jetzt anbieten, eh' ich den Brief zeige. BehüteGott, es fängt an dunkel zu werden. VorwärtsHans !" Dies waren die abendlichen Betrachtungendes treuen Freundes der verstorbenen Lady Watte-lieb, als er nach London eilte, mit dem Auftrag
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