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Und Glendower kniete neben seiner Gattin nie-der, und trotz seiner Worte flößen ihm die Thränenschnell und strömend die Wangen herab. Trotz dereigenen Müdigkeit sah er ihrem Schlummer zu, bisderselbe von den Augen wich, für welche seine Ge-genwart freudebringender war, als der Tag.
Es war etwas Schönes, selbst in seinem Schmerzdieses Paar zu sehen, welches weder die Noth zuentwürdigen, noclr das Unglück, das sogar die Groß-muth eigensüchtig macht, zu trennen vermochte!Alles, was das Schicksal der Romantik und der An-mnth des Lebens geraubt, hatte kein Blättchen vonder Poesie ihrer ewig grünenden, unverwelkten Zärt-lichkeit abgestreift! Sie waren das Musterbild derLiebe in ihrer heiligsten, dauerndsten Gestalt: IhreHerzen schienen in einander verwachsen, ihr Da-sein war durch Höhlen und Wüsten geflossen, »ndhatte die Stürme eines zornigen Himmels znrückge-spiegelt; aber seine Wellen hatten sich unauflöslichmit einander vermischt! 2"»g, geistreich, edel, ein-ander hingegeben standen sie als würdige Opfer die-ser zerstörenden, bittern Welt! Ihr Garten war ineine Oede verwandelt; aber wie unsere ersten Elternschlugen sie Hand in Hand ihre einsame Bahn ein!Elend befiel sie, aber sle schwankten nicht; Regenund Winde trafen ihre unbeschirmten Häupter; abersie beugten sich nicht, und in den Zrrgewinden undDornen dieses mühevollen Lebens wichen ihre blu-tenden Fußtritte nicht von dem rechten Weg, denn