Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
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Gerechtigkeit er die Wett mehr als das eigene Ge-wissen überzeugte; für diesen Sohn freute er sichbeim Hinblick auf die stattlichen Hallen und das edleBesiythum, aus dem er den rechtmäßigen Eigenthü-mer vertrieben; um dieses Sohnes willen spannteerdie Sparsamkeit bis zur Knauserei, die Hoffnung biszur Aengstlichkeit an. und zu alt, um noch viel fürsich selbst von der Welt zu erwarten, nahm er fürdiesen Sohn in einer fieberhaften Jagd der Phantasievorweg, was immer Reichthum zu erkaufen, Schön-heit zu gewinnen, Verstand zu beherrschen vermochte.

Aber als haftete an Mordaunt Court, wie amSchloß von Otranto*), eine Strafe für den unge-rechten Besitzer, nicht so bald hatte sich Vavasonrdas Gut seines Vetters zugeeignet, als das Glückseines Lebens, wie die Frucht des Jonas, in einereinzigen Nacht vertrocknete und einwelkte. Seindreizehnjähriger Sohn fiel von einem Gerüst, vonwelchem aus -Bauleute einige umfassende Verände-rungen an dem alten Hause Vornahmen, und wardauf Lebenszeit zum Krüppel und Siechling. Immerjedoch »ährte Vavasour in seiner sanguinischen Ge-müthsart noch die Aussicht auf Wiederherstellungdurch ärztliche Hilfe. Von Ort zu Ort, von Pro-fessor zu Professor, von Quacksalber zu Quacksalberschleppte er den unglücklichen Knaben, und je weniger

*) Der Schauplatz eines schauerlichen Romans vonHoraz Walpore. Der Uebersctzer.