Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
42
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Mann in Worten: Wer von ihm wegging, nahm dieVorstellung eines Uebermaßes von Ehre, einer wahrren Gewiffensplethora mit.Es sei fast Schade,"sagten die Leute,daß Herr Vavasour so gar über-zart denke," und ernannten ihn deshalb zu ihrem Te-stamentsvollstrecker und zum Vormünder ihrer Söhne.Niemand als er hätte den Proceß gegen Mordauntführen können, ohne dadurch eine Einbuße an seinemRuf zu erleiden. Aber während er Mordaunt insVerderben stürzte, sprach sich in seinem Wesen undseinen Worten etwas so Scheinhaltiges, so auffal-lend Wackeres ans, daß man durchaus annehmenmußte, er werde von den reinsten Beweggründen,dem heiligsten Verlangen nach Gerechtigkeit geleitet,Gerechtigkeit nicht für sich selbst," bemerkte er,denn er sei alt und bereits reich genug, sondernfür seinen Sohn." Von diesem Sohn kam die Be-strafung all seiner Mifsethaten der schwarze Tro-pfen auf dem Grund eines so hellfunkelnden Bechers.Auf ihn hatte der Vater, als er alt und ruheliebendwurde, seine ganze Selbstsucht wie auf einen siche-rer« und ausdauernder» Boden übertragen. DasKind war als jung ausgezeichnet schön und verstän-dig gewesen und Vavasour, der an seinen sinnreichenund anmnthigen kleinen Betrügereien sich mehr undmehr ergötzte, gefiel sich im Vorgenuß der Wichtig-keit und der Vortheile, welche der Erbe seiner Mü-hen genießen würde. Um dieses Sohnes willen hatteer so hartnäckig den Prozeß fortgesetzt, von dessen