Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
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er hatte gänzlich und unabänderlich nur für sich selbstgelebt, aber statt das eigene Interesse mit dem Interesseder Andern zu verbinden, betrachtete er diese beidenPunkte alslvöllig unvereinbar. Ausgezeichneter Ruwar jedoch eines der Endziele, dem er am glühendstennachstrebte, und hatte er sich somit selten zu Dem ver-irrt, was mit Recht eine Tugend heißen konnte, so hatteer doch nie Das überschritten, was im strengsten Sinnfür Schicklichkeit galt. Ihm fehlten das Genie, derVerstand, die moralische Kühnheit Craufords; nim-mer besaß er genug Muth und Heuchelei, nm durchVerschleierung eines Lasters sich ungestrafte Voll-macht z» einem andern auszuwirken; er war derSklave der Formen, die Crauford sich unterwürfigmachte. Er glich Diesem nur soweit, als ein Welt-mcnsch dem Andern in Selbstsucht und Verstellunggleicht: unehrlich konnte er sein, aber kein Bösewicht,am wenigsten ein Bösewicht nach systematischenGrundsätzen. Er war ein Gleis» er, Craufordein Heuchler; seine ausgesprochenen Ansichten wi-chen, wie bei Crauford, von seinem Benehmen ab;aber er glaubte die Wahrheit der ersten, selbst imMoment, wo letzteres sündigte; er frömmelte so auf-richtig, daß ihm die Thräncn in die Augen kamen,wenn er sprach. Nie gab es einen musterhafter»

St. Simonismus entsprechenden Systems der ge-sellschaftliche» Ordnung gemacht.

Der Ucbersetzer.