Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
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Thorheiten sein mochten, wenigstens nichts gethanhatte, worüber ihr Vorwürfe zn machen er ein Recktgehabt hätte. Zu seiner Entschuldigung dürfen wirjedoch nicht vergessen, daß der in letzter Zeit einge-tretene Trauerfall und ein daher entstandener neuerAnstug seiner Krankheit, so wie das trübe Durchein-ander und Gewirr, worin die letzten acht oder zehnTage verflossen, genug Ereignisse waren, um seineWärterin aus seinem Gedächtniß zu verwischen.Immer noch war sie ein Weib und hatte geliebt oderschien wenigstens geliebt zu haben, und Clarenceempfand, als er ihr zur Erwiederung einen langen,theilnehmenden, fast brüderlichen Brief schrieb, daßdem Menschen, sobald er einem Andern weh thunmuß, die Vermeidung einer Sünde oft eben soviele Schmerzen machen kann, als die Begehung.

Wir sagten sein Brief sei theilnehinend gewesener war auch freimüthig und gleichwohl klüg. Er äus-serte darin, daß er längst eine Andere geliebt, daßdiese Liebe allein es gewesen, die ihn gegen ihre Zu-neigung habe unempfindlich machen können, daß er sichjedoch ihr Bild stets mit gleichem Antheil und gleicherBewunderung zurückrufen werde; endlich suchte erdurch einen Zug von Schmeichelei, der in der Naturseines Schreibens und in dem Geschlecht der Personan welche dasselbe gerichtet war, eine hinlänglicheRechtfertigung fand, so gut er konnte die Eitelkeit,welche sein aufrichtiges Gestandniß nothwendig hatteverletzen müssen, zu besänftigen und zu gewinnen.

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