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Und sie standen vor dein Altar und tauschten ihreGelübde. Ein leichtes Zittern zuckte durch AlgeruonsBrust, ein leichter Statten trübte sein Antlitz; dennselbst in dieser bräutlichen Stunde dnrchfröstelte eiueeisige, schaudernde Ahnung sein Herz — sie ging vor-über — die Ceremonie war zu Ende und Mordauntführte die erröthende, weinende Braut ans der Kirche.Sein Wage» wartete, denn da er nicht wußte, wielang noch das Haus seiner Väter sein Eigcuthumseyn würde, trieb es ihn ungeduldig nach demselbenzurück. Die alte Gräfin d'Arcy, seine Verwandtin,bei welcher Isabelle sich bisher ausgehalten, rief dasPaar noch einmal zu sich, um ihm ihren Segen zuertheilen, denn selbst in der Kälte ihres Alters wardsie von der Seltenheit solcher Liebe gerührt, von demAdel solcher Herzen gewonnen. Auf Beide legte siebeim Abschied ihre abgewelkte, eiugeschrumpfte Hand,nnd Beide fuhren unwillkürlich zurück, denn diekalte, leichte Berührung schien wie von den Finger»eines Tobten zu kommen.
Und wirklich war die Nachbarschaft von Tod undLeben, von Brautbett und Kirchhof furchtbar. —Noch in jener Nacht starb die alte Dame. Es warals habe das Schicksal auf eine so lang gehinderteVerbindung sein Siegel gedrückt und einen dunkelnFaden in daS Eheband gewoben. Wenigstens riß esvon zwei Herzen, über welchen Wolken und Sturmin „zorniger Ruhe" lagen, daS letzte Obdach, das,wenn auch zerbrechlich und fern, auf der ungastli-chen Erde noch für sic übrig geschienen hatte.