und mit schwachem, krankhaftem Lächeln kam derMond ans seinem Nebelbctte hervor nnd schlüpftedann wieder zurück nnd ward nicht wieder gesehen;aber in Mordaunts Brnst, die gegen Jsabellens an-gedrückte schwarze Locken hoch aufschwoll, klang wederVorzeichen noch Furcht an.
Wie sich der Glaube nm so fester an das Kreuzdes Lebens klammert, je tiefer der Boden um seineSchritte her cinsinkt und die Natter» auf seinen Pfadhcrvorkricchen, so umfaßt die Liebe Das, was ihreHoffnung und ihr Trost ist, um so inniger, wenn Ein-öden sie umgeben und Gefahren ihren Weg hemmen.
Ein seltsamerer Streit fand jetzt zwischen den Bei-den statt, als die Jahrbücher der Liebe dieser Weltje darbieten.
Isabelle, obwohl sie Das, was fle verlangte, nichtganz durchschaute, bestand darauf das beabsichtigteOpfer zu bringen, während Algernon eher im Geisthoher, ritterlicher Selbstverleugnung als aus Mangelan Vertrauen in die eigene Festigkeit den Vorschlagzurückwies und sich begnügte, alle Vorbereitungen zueiner Hcirath anznordnen, Sie waren nach Londongeflohen, und Isabelle war bei einer sehr entferntenund armen, obwohl aus sehr gutem Hans stammendenVerwandten Algernons untergebracht worden, bis dienothwendigen Vorkehrungen getroffen seyn würdenund der letzte Bund geknüpft werden konnte.
Viele Romane nnd Romanleser dürften das Ehr-gefübl in welchem Algernon handelte, für etwas sehrAlltägliches ansehen und in. seinem Thun nur einegebieterische Pflicht, keinen verdienstlichen Grund-satz finden; allein so verhält es sich nicht. Ehre —wir sagen eS mit Bedauern — ist ein Gesetz, dasMänner für Männer gemacht haben, während dieFrauen bei Abfassung desselben gar nicht gefragt wur-den. Es gibt Wenige, sehr Wenige, die einem Weib-