Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
118
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gezogen werden konnte. Gleichwohl schwebte ihr mit-ten in der Bitterkeit ihrer Qualen und der wirrenVerzweiflung, worin ihr Brief an Mordannt abge-faßt worden, ein undeutlicher Entschluß vor, daß derGeliebte nicht das Opfer ihrer Rettung sein solle.

Noch sehr jung und eine mehr als kindliche Un-schuld noch immer im Herzen, durchschaute sie diegewagte Art ihres Vertrauens in Mordaunt, unddie Folgen einer andern Verbindung mit ihm, alsdie heilige der Ehe, nicht deutlich; sie hatte nur vonFrauen gelesen und gehört, die in ihrer edeln, zärt-lichen Hingebung der Liebe Alles opferten, und siebeschloß innerlich, deren Zahl lieber zu vergröß-er»,als dem Freund eine einzige Einbuße oder Entbeh-rung zuzuziehen. Zu opfern für Algernon Mor-daunt welche Seligkeit, welcher Stolz in diesemGedanken! und dieser Gedanke versöhnte sie mit demBrief, den sie schrieb, und der Bitte, die er ent-hielt. Armes Kind! sie dachte nicht daß in denAugen der Welt dieses Opfer, diese Selbstentäuße-rung das größte Verbrechen gewesen sein würde,dessen sie sich schuldig machen konnte.

Sie saß, bald nachdem sie den Brief abgesandt,mit ihren beiden Verwandten, (denn diese ließen sieselten aus dem Gesicht) zusammen, als Herr Glum-ford gemeldet wurde. Herr Georg Glumford warein Landedclmann aus einer Familie dritten Rangsin der Grafschaft. Er bezog jährlich etwa zwölfhun-dert Pfund, die ungeraden Pfunde, Schillinge und