Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
102
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stamme es von welcher Ursache es wolle, gegen un-fern eigenen Willen zur Sympathie mit fortreißt.Selbst die Furcht, der verächtlichste aller Affekte,wird tragisch sobald fle sich zur Todesangst steigert.

Gut, gut," hob endlich Warner sehr langsaman,es ist vorüber es war ein schöner Traum -aber er ist zu Ende ich muß für die Lehre dank- Ibar sein." Dann, Stimmung und Ton plötzlich um-ändernd, wiederholte er:Dankbar! wofür? daßich ein Elender biu, ein Elender; hoffnungsloser, jam-mervoller, verlassener als ein Mensch, der mit all !seiner Habe, mit Weib und Kindern, mit dem auf- jgehäuften Schatz und Glück eines ganzen Daseins einkleines, schwaches, werthloses Schiff betrachtet und, !während er selbst noch am Ufer steht! dasselbe jäh- !lings untergehen sieht! O war ich nicht ein Narr, lein unsinniger Narr, ein eitler, anmaßlicher Narrdas eigentliche Wesen und der Brennpunkt der Narr- Iheit, daß ich so süße Wunder von mir selbst glaubenkonnte? Was Mensch!" (hier hatte sein Aug im ge-genüberstehenden Spiegel seine bleichen, von Krank-heit und erschöpfenden Stürmen abgemagerten Zügeerblickt,)was Mensch! wolltest du dich mit nichts !Geringerem zufrieden geben, als mit den Gabeneines Genies? Du, den die Natur mit ihremFluch gezeichnet? Zwergenhaft und gekrümmt, nie-drig in Gestalt und Zügen warst du in der That !ein herrlich Ding um Anmuth und Schönheit, dieerhabenen Träume der Kunst, zu verewigen! Ehre