Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
95
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Zuhörer der Kritik des großen Malers seyn dürfe,und Sir Iosua seiner Gegenwart durchaus unkundigbleiben sollte. Mit Schwierigkeit war ihm dieseForderung zugestanden worden, weil Talbot Warnerngern Len Schmerz erspart hätte, Bemerkungen zuhören, die, wie er wohl voraussah, der leichtgläubigenSelbsterhebnng des jungen Künstlers wahrscheinlichdurchaus nicht entsprechen würden; das Zugeständuißaber erfolgte, weil Talbot der Ansicht war, selbstin diesem Fall dürfte der augenblickliche Schmerz vonden heilsame» Wirkungen mehr als überwoqen wer-den. Ach, Eitelkeit ist nur eine dürftige Berechne-rs» fremder Eitelkeit! Welche Tugend würden wie-der Schwäche abgewinnen, welch eine Welt vonQualen unfern Brüdern ersparen, wenn wir unsreeigene schwache Seite zum Maßstab der ihrigenaiinähmen!

Donnerstag kam; das Gemälde ward von desKünstlers eigenen Händen in das günstigste kicht ge-stellt; ein hinter demselben befindlicher Vorhangdiente als ein Schirm für Warnern, der in diesemVersteck sein Herz köstlichen Vcrmuthungen über dasErstaunen des Kritikers und goldenen Ahnungenüber das künftige Schicksal seines Lieblingswerkeshingab. Keine Furcht trübte ihm den vollen, glat-ten Kelch des Genusses. Die ganze Nacht über hatteer in rastloser, freudiger Erwartung des Morgenswach gelegen. Mit Tagesanbruch war er vom Bettaufgefahren, hatte die Läden aufgeschlossen; war mit