Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
93
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seine Gesundheit zu schonen, nnd sich und seinemWerk durch übertriebene Aengstlichkeit und Eile nichtzu schaden. Er schloß mit der Versicherung Talbots,daß Dieser sich unter allen Umstanden als Warnersvertragsmäßiger Helfer und Freund betrachte.

Mit einiger Ungeduld, obwohl nicht ohne Ver-gnügen, hörte der Maler auf all diese Angaben deswarmherzigen, liebevollen Clarence, und schrieb imStillen die glänzenden Aussichten, die sich vor ihmöffneten, weniger des Jünglings Dienstbeflissenheitoder Talbots Großmuth, als dem Uebermaß deseigenen Verdienstes zu.

Die Gleichgültigkeit, die der von Natur so gut-müthige Warner beim Abschied von einem Freundan Tag legte, der stets so warmen Antheil an ihmgenommen, und dessen Thräncn in diesem Augenblickmächtig gegen die unempfindliche Kälte seines eigenenLebewohls abstachen, war ein merkwürdiger Beleg wieeine geschärfte Richtung der Lebensthätigkeit nachEinem Punkt hin, auf allen übrigen Punkten dasGefühl ertödtet. Einzig und glühend mit einemmächtigen Gedanken beschäftigt, der für ihn Liebe,Freundschaft, Gesundheit, Frieden, Reichthum war,vermochte der Maler sein von manigfachen, wilde»Kämpfen ermattetes und erschöpftes Gemnth nichtbei Gegenständen von geringerem Interesse aufzuwe-cken und freute sich vielleicht im Innern darüber, daßsein Sinnen und Arbeiten fortan selbst gegen dieFreundschaft gesichert sein werde.