Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
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die ich erregte, prunkend zur Schau trug, ver-mocht' ich es nicht die Liebe, die ich fühlte, merke»zu lassen. In unserem Land und vielleicht, wennauch in minderem Grad, in jedem andern sehr künst-lichen Zustand der Gesellschaft, ist der Enthusias-mus, ja überhaupt Gefühl irgend einer Art, etwasLächerliches, und ich konnte den Gedanken nicht er-tragen, daß'meine heimlich bewahrten Schätze ausihrem Versteck hervortreten sollten, um

von jedem bartlos, eiteln Gleichnißschmid"bekrittelt und bespöttelt zu werden. Diese Schwächeführte die Katastrophe meiner Liebe herbei, dennmerke Dir, Clarence, durch unsre Schwächenwerden unsre Laster bestraft. Eines Abendshatte ich mich auf eine Maskerade begeben; währendich in einem entfernten Winkel saß näherten sich mirdrei Masken, die ich, ohne daß sie es bemerkten,erkannte, und neckten mich über meine romanti-sche Anhänglichkeit an Lady Mertvn. Die einederselben war eine Frau von boshaftem, eindringen-dem Witz; die beiden Andern waren Männer die ichnicht leiden konnte, weil ihr Metier das meinigedurchkreutzte: Salonsgäste und Anekdotenkrämer!

Ins Innerste getroffen von ihren Sarkasmen undihrem Gelächter antwortete ich halb hoch herab, halbscherzhaft; zuletzt sprach ich verächtlich von der frag-lichen Person, und diese unheiligen, falschen Lippenwagten nicht nur jede Liebe zu dem Wesen, das mirmehr war als Himmel und Erde, in Abrede zu stellen,