hängenden, sondern aks einem fröhlichen, in ewigerZerstreuung begriffenen, lächelnde Blicke austheilen-den Weltkind, als dem Vorbild und der Gottheitder Freude. Ich hielt diese Schilderung der trübenSchwermuth meiner eigenen Brust gegenüber, undbetrachtete als eine Beleidigung gegen mich waL mir,als eine Ableitung ihrer Gedanken, um ihretwillenhätte Freude machen sollen."
„In dieser ärgerlichen, grollenden Stimmungkehrte ich nach London zurück. Schnell war meineHerrschaft wieder erlangt, und nun, Linden, kommtder peinlichste Abschnitt meiner Bekenntnisse. Eitelkeitist eine wachsende, unersättliche Krankheit; was ihremVerlangen heut noch als Neichthum erscheint, ver-wirft sle morgen als eine Aermlichkeit. Anfangsgenügte mir das Bcwußtscyn der Gegenliebe; inlangsamer aber sicherer Stufenfolge kam ich zu demWunsch, daß auch Andere von derselben wissen soll-ten. Ick) sehnte mich meine Macht über die gefeierte,umhuldigte Lady Merton an Tag zu bringen undmeinem Ruf, meiner Wichtigkeit die Krone aufzu-sehen. Der Neid der Andern ist das Futter unsrerSelbstliebe. O Du weißt, Du träumst nichts vonden bittern Kränkungen, welchen ein stolzes Weib,deren Liebe aber den Stolz noch überbietet, unter-worfen ist. Ich legte Karolinen die demüthigendsten,die quälendsten Gesetze auf; sie durfte nur diejenigenMenschen sehen, die mir recht waren, keinen Ortbesuchen, zn welchem ich meine Einwilligung nicht