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Eitelkeit gingen mir die Empfindungen der Gros-muth nicht ab; aber meine Grosmuth erwies sicheigensinnig, befleckt, unvollkommen. Eine Trennunghätt' ich endlich ertragen, hätte mich von ihr los-reiffen, hätte ans äusscrste Ende der Welt fliehenkönnen; hätte meine geheime aber unauslöschlicheLiebe dorthin versteckt und Karolinens Ruhe nichtdurch das leiseste Flüstern gestört: allein dann müßteder Entschluß zur Trennung von mir ausgegangenseyn. Meine Eitelkeit vermochte nicht zn ertragen,daß ihr Mund mich von sich weiseu, daß nicht derEdelmuth des Opfers, sondern unterwürfige Re-signation meine Rolle seyn sollte. Gleichwohl warmein besseres Gefühl aufgeregt, und so verbarg ichwenigstens meinen selbstischen Schmerz, wenn ichihn auch nicht zu ersticken vermochte. Wir schieden:sie kehrte nach der Stadt zurück; ich begrub michaufs Land, und suchte durch literarische Studien,denen ich, wenn auch nur in einzelnen Anfällen undgleichsam stoßweise, leidenschaftlich nachhing, meineunglückschwangere, schuldige Liebe zu vergessen."
„Aber ich war damals zu sehr an die Welt ge-bunden, um nicht fortwährend von Allem, was dar.in vorging, Kunde zu erhalten. Gelegentliche Ein-kehr aus London füllte meinen Zufluchtsort; Neuig-keiten und Skandale des Tags mischten sich untermeine Bücher. Jedermann sprach mir von Lady Mer-ton, nicht, wie ich selbst sic mir gern vormalte, alseiner Bleichen, Kummervollen, meinem Bild Nach-