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ist noch die geringste Zierde seines Karakters; — erwar muthig trotz seines schwächlichen Körpers, frei-gebig trotz seiner Sparsamkeit, gütig trotz seinenSpöttereien, philosophisch trotz seiner Phantasie."
„Nie gab cs in neuern Zeiten," äußerte Clä-ren» bescheiden, „zwei Gemüther die so nach anti-kem Muster geformt waren, wie Bolingbroke undPope; auch in ihrer Freundschaft lag eine Schön-heit die an die alten Zeiten erinnert. Als eine derrührendsten Anekdoten galt für mich immer diejenige,wonach Lord Bolingbroke sich in Popes letzter Krank-heit über dessen Stuhl lehnte und wie ein Kindweinte."
„Ja wohl," erwiederte Talbot, „und selbst nochseinen Thräucn schöne Betrachtungen beigesellte.Mit Recht nennen Sie diese Männer antike Gemü-ther. Es war ein gediegenes Zeitalter worin sielebten, und sie waren die edelsten Geister ihrer Zeit.Bolingbroke nach seiner Gemüthsart, seiner Bered-samkeit, seiner Philosophie, seiner begeisterten Liebefür die Tugend, seiner Verehrung der Freundschaft,die er mit dem Namen einer Tugend bezeichnet-,vielleicht auch »ach seiner hochstrcbendcn Eitelkeitund großartigen Eigenliebe, findet nur in Cicerosein Gegenbild. Seine Verbannung und Verfolgungspielen die Parallele mit dem berühmten Römer vomKarakter auch ins Leben hinüber. Indessen sehe manwie das Schicksal Aehnlichkeiten unter den Menschenhervorruft! Bolingbroke hatte kein Glück, und wir