Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
159
Einzelbild herunterladen
 

IZY

chen binde, dieselben Niemanden ohne Ihre Er-laubnis! mitzuthcilen. Nun komm ich hieher, meinSohn, von Ihnen zu erfahren, ob Sie mir dieseErlaubniß zugestchcn wollen?"

Nein wahrhaftig, heiliger Vater," rief ichhastig aus, und gab mich erst nach einer Erneue-rung seiner Zusage in jener Beziehung zufrieden,Das schien dem Abt einiges Leidwesen zu verursa-chen : vielleicht hatte der Einsiedler auf eine Be-lohnung für die Eutdekuug meiner wahren Ver-hältnisse hingewiescn. Allein ich wüste, daß derAbt bei aller Gewinnsucht ein zuverlässiger Mannwar, und fühlte mich bei seinem erneuerten Ver-sprechen vollkommen beruhigt. Mit grvser Befrie-digung sah ich ihn Weggehen und überließ michnoch einmal meinen Vermuthungcn über den wun-derlichen Klausner.

CH ich am folgenden Abend nach der Siedelciaufbrach, wandte ich besondere Sorgfalt darauf,mir ein fremdes, täuschendes Aussehen zu geben.Ein weites Gewand von rohem, einfachen Stoffund eine hohe Pelzmüzc seztcn diese Absicht ziem-lich gut ins Werk. Vor dem Weggehen warf ichnoch einen lczten Blik in den Spiegel und sagtenachdenklich zu mir selbst:Sollte meine seltsame,unwahrscheinliche Vermuthung über die Persondes Waldbruders einigen Grund haben, so übenwol die Zeit und diese Kleidung einen hinlänglichstarken Zauber aus, um mich gegen jede Möglich-