Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
137
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Mönchs aus der. benachbarten Abtei beehrt. Nacheinem allgemeinem Gespräch fragte er mich, obich wol schon dem Einsiedler des Brunnens begeg-net sei.

Nein," erwiederte ich,und eben wollt' ichbeisczen, ich hätte nicht einmal etwas von ihmgehört, jezt aber fällt mir ein, daß die guten Leu-te im Haus mir mehrmals von ihm als einemstrengen, selbstpctnigendcn Klausner gesprochen."

So ists," entgegnete der fromme Bruder.Bewahre der Himmel, daß ich gegen das Verfahrenheiliger und gottseliger Männer, um die Lüste desFleisches abzuschneiden, etwas, einwendcn möchte;aber Büßungen, wie sie Jener vornimmt, könnenzu weit getrieben werden. Gleichwol sind sie einetrefliche Maßregel und der Einsiedler des Brun-nens ist ein treflicher Mensch. Sankt« Maria, wasfür ein köstlich Ding der Ungerwein ist, den De-ro Gelahrtheit unserem Vater Abt zu schiken dieGewogenheit hatte. Er ließ mich ihn vorgesternAbend versuchen. Ich hatte an Niercnschmcrzengelitten und der Wein wirkte aufs Kräftigste aufmich, wie eine heilsame, unschäzbare Arznei. Fin-den Sic, mein Sohn, daß er die Reise zu IhrerWohnung hiehcr eben so gut ertragen, wie die Rei-se nach dem Klostcrkeller?"

Wahrhaftig, mein Vater, ich habe keinenhier; aber die Hausleurc bcsizen einige Flaschen