Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
132
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trennt, aber mir ewig verbunden; in deiner Son-derung so ewig wie ich."

Ich brachte den Tag auf den Bergen zu. Eswar Abend als ich nach Haus kehrte. Bei demlitten Brunnen hielt ich an und sah die Sterneaufgehcn und einen um den andern im Wieder-schein des Wassers zittern. Es war die Stunde,die Jsvra am meisten geliebt und die ihre Vorliebemir zur heiligsten gemacht hatte. Nie, uie sankdiese Zeit mit süßerer Lust, mit beruhigenderemBalsam ans mein Herz nieder. Von Neuem hatt'ich meine Seele mit der Hingeschiedenen verbun-den; von Neuem könnt' ich von der kämpfenden,trüben Erde empvrblikcn, konnte im Traum unse-rer Wiedervereinigung vergessen, daß Jsora vonmir gegangen. Tadelt mich nicht, ihr die euch ei-ner strcngern, erhabenem Hoffnung auf den Him-mel hingcbt, ihr die auf Erden keinen Fußtrittvermisset und nach keiner Stimme schmachtet, dieeuer Mcnschcnohr nicht mehr Horen kann: ta-delt mich nicht, ihr deren Pulse nicht für die wil-de Liebe zu dem Erschaffenen schlagen, sondernderen Geist nur nach engerer Gemeinschaft mitdem Schöpfer verlangt, tadelt mich nicht zuhart um meiner Menschensehnsucht willen undglaubt nicht, mein Glaube sei weniger tief gewe-sen, weil er in die unwandelbarste Farbe desMcnschenherzens getaucht und unauflösbar mitdem Gcdächtniß einer Tvdtcn verwoben war. Oft