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Tagesstunde war das Gold gefunden; die Arbeit,an die ich mein Leben gcsczt, war vollendet; dieTaube schwebte mit dem Oclblatt über den Was-sern meiner Seele. Wie von einem Geist beses-sen eilte ich ans dem Hans. Ich bestieg einenHügel, von welchem man das schlafende Thalmeilenweit überschaute. Ein grauer Nebel hingum mich wie ein Schleier; ich hielt an, und lang,sam brach die grose Sonne hervor. Beim Blikauf ihre Majestät schwoll mein Herz hoch ans.„Sv," sprach ich, „steigt die Seele aus den Ne-beln des dumpfen Erdenlebcns; aber die Seeleerbleicht nicht, geht nicht unter, kennt keine Nacht,als die ans welcher sie aufdämmcrtc!" Allmäligwälzten sich die Dünste hinweg, der Glanz derSonne kräftigte Nach, und das Antliz der Naturlag lächelnd, aber schweigend vor mir; — einSchauspiel, das ich schon oft gesehen, bcgrüst,verehrt hatte, aber cs war nicht mehr dasnämliche: eine Glorie war darüber hingegan-gen ; cs war in eine Schönheit und Heiligkeit ge-taucht, worein es weder Jugend, noch Dichtersinn,noch selbst die Liebe je gekleidet hatten! DieVeränderung, die über die Erde gekommen, glichder Umgestaltung einer geliebten Person, wennder Tod vorüber und sie aus einemSterblichen zum Engel geworden ist.
Jch^stieß einen Freudenschrei aus und warddann still, wie Alles UNI mich her. Es war mir,