Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
129
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innigen einhaucht, wird je eine zu ernste Betrach-tung seinem Genuß beigesellen? Laßt uns nichtsragcn, woher die Kranze kommen, die wir umunsre Altäre winden, oder in würzigem Regen aufunsre Feste ausstrcuen: blühen sie nicht gleich hell,athmcn sic nicht dieselbe Duftfüllc, seien sie imGarten oder auf Gräbern gcpflükt? O Erdemeine Muttererde, dunkles Grab das sich über jederSkaubhülle znschliest, aber Vorhalle der weitenGefilde, durch welche die Seele einst ziehen wird,wie schlug mein Herz, als ich zum Erstenmal dei-nen wahren Zauber ergründete!

Ja, nimmer werd ich das Entzüken vergessen,womit ich das Licht begrüstc, das mir endlich cnt-gegcndammcrtc! Nie werd ich die erstikendc,volle, jauchzende Freude vergesse», womir ich dieErfüllung der mächtigsten Wenschenhoffnung sah,und als spräche ein Engel zu mir, empfand, daßes ein Leben jenseits des Grabes gebe. Sagtmir nichts von dem stolzen Gefühl befriedigterNuhmlicbe, nichts von den Triumphen der Wissen-schaft : nie hatte die Ruhmlipbe ein so erhabenesZiel, wie die Sehnsucht nach Unsterblichkeit! nieerrang die Wissenschaft einen so hohen Triumph,wie die Ucbcrzeugung, daß Unsterblichkeit wirklichunserer warte. Die ganze Nacht hindurch war ichan der Arbeit gewesen ein mühcbleicher Alche-mist, der aus geringeren Wahrheiten die gröstevon allen auszuztchcn sucht! Siche, zur ersten

Bulwer'S Roma»«. XVlir. 9