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„Kommen Sic Graf," sprach der Czar, „undjezt losen Sic mir ein Räthscl. Ich kenne diesebeiden Menschen: in einer Schlacht würde derDeutsche der Tapferste von den Zweien sein. Wiekommts, daß er wie ein Mädchen greint und win-selt, während der Nüsse denselben Schmerz ohneMurren erträgt?"
„Darf ich aussprechen, Eure Majestät, daßich wünschte, der Russe hatte sich stärker beklagt?Fühllosigkeit gegen Strafe ist das Zeichen einesThiers nicht eines Helden. Sehen Sie nicht, daßder Deutsche die Entwürdigung empfand, der Russeaber nicht; und sahen Sie nicht, daß derselbeStolz, der die Schande des Battaog zur Todes-qual macht, auch die Empfindung ist, die für denRuhm der Schlacht crmulhigt haben würde? Sinnfür Ehre macht bessere Krieger und bessere Men-schen, als Gleichgiltigkeit gegen Schmerz"
,,Hätt' ich aber den Russen zum Tod vcrur-thcilt, so würd' er mit derselben Apathie hinge-gangcn sein, und eben so ausgerufen haben: „csist gerecht! Ich habe mich gegen Gott und denCzar vergangen!"
„ Wird mir die Bemerkung vergönnt sein,Sire, daß dieser Umstand ein starker Beweis da-für ist, welch gefährlicher Irrthum in der altenAnsicht liegt, wonach man die Todesverachtungals eine Tugend erhebt. Bei einzelnen Menschenmag sie allerdings ein Beweis von Tugend sein;