Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
62
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um, (wie er sich eines Abends sehr unvorsichtigherauslicß,)die Geheimnisse meines Herzens zuerfahren?" Anfangs glaubte ich, das Räthscl lö-se sich hinlänglich aus dem Zwck meiner Mission;aber über diese sprachen wir so wenig, ^daß ichtrvz dem frischen Ucberwurf von diplomatischerEitelkeit das Gefühl nicht zurükwcisen konnte, ^ich verdanke die erhaltene Ehre weniger den Ei- ^genschaften des Ministers, als den Eigenschaftendes Menschen.

Endlich cntdckte ich, daß die geheime Anzie-hung in demphilosophischen Weg" bestand, den,nach dem Ausdruk des Czars, unsere Gesprächezu nehmen pflegten. Nie sah ich einen Mann derso geneigt zu moralischen Erörterungen und meta- ^physischen Untersuchungen war, besonders zu sol-chen, welche mit Dem, was der Anfang oder das ,Ende aller Sittcnlehre sein sollte, mit der Po- !litik zusammcnhingen. Zuweilen gingen wir ver-kleidet aus und wältcn unter den Gebräuchenund Vorfällen um uns her irgend Etwas zum Ge-genstand der Betrachtung und Diskussion. Nielitt der Czar bei dergleichen Gelegenheiten, daßich seinem Rang irgend etwas cinräumte, was ichseinen Beweisgründen zuzugestehen nicht geneigtwar. Ich erinnere mich, daß er mich eines Tagsin der Straße anhiclt und mitnahm um zuzuse-hen, wie zwei Menschen die furchtbare Strafe des