Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
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So ehren sie denn in Sprache und Herz die Wür-de der leztcren,, während ihr Benehmen am mei-sten um jene falschen Heiligenbilder hcrirrt, dievon dem erstem ausgestellt werden. Ja, ich bingegen den hohen Vorzug des Guten nie blindgewesen. Ich vernahm die stillen, süßen Zuflüste-rungen der Tugend, selbst wenn der Sturm amlautesten war und das Schiflein der Vernunft amungestümsten über die Wellen Hingetrieben wurde.Und in diesem Augcnblik erfüllt mich die Ahnung,daß ich früher oder später diese Zuflüsterungcnnicht nur hören, sondern ihrem Wink auch gehor-chen daß ich ferne von Höfen und Ränken, vonZerstreuung und Ehrsucht in der Verborgenheitdie echten Gescze der Weisheit, und die wirkli-chen Zwcke des Lebens kennen lernen werde."

So sprach Bvlingbroke, und so hörte ich ihmzu, bis die Zeit zum Aufbruch Herankain. Miteiner Empfindung von Trauer, die eher tröstlichals unangenehm war, schied ich von ihm. Wasimmer die Fehler dieses ausserordcnlichcn, blen-denden Geistes gewesen sein mögen, Niemand er-schien aufrichtiger im Zugcständniß jener Fehler. *)Ein spstcmatischschlcchter Mensch zieht das Guteentweder ins Lächerliche oder glaubt nicht an sein

') Unmbglich kann man den Brief an Sir W. Wind-ham lesen, ohne von der würdigen aber ganz un-geschminkten Aufrichtigkeit, die darin vorherrscht.