Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
131
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wesen, wie sie! Evcline wandte sich mit einem Seuf-zer ab der Seufzer fand sein Echo in einem nochtieferen. Sie fuhr auf die Thüre, die zu dem Stn-dirzimmcr führte, ward geöffnet, und unter ihr er-schien die Gestalt eines ManncS, in den kräftigsten,frühen Manucsjahren. Sein Haar, noch so üppigdicht, wie in seiner frühsten Jugend, obwohl gedunkeltdurch die Sonnen des Ostens, kräuselte sich über einerStirne von majestätischem Umfang. Die hohe undstolze Gesichtsbildnng, wohl passend zu einem Wuchs,der sich über das gewöhnliche Maast erhob die blasseaber tüchtige Gesichtsfarbe die großen Augen vomtiefsten Blau, von dunkeln Wimpern und Brauenbeschattet und mehr als Alles, der Ausdruck vonx Leidenschaft und Ruhe zugleich, welcher die alten ita-lienischen Porträts charakterisirt und die unergründlicheMacht und Kraft zu verrathcn scheint, welche die Er-fahrung dem Verstand mitthcilt bildete zusammenein Ganzes, das, wenn auch nicht tadellos schön, dochIn hohem Grad überraschend und auffallend war, undebensowohl Interesse als Ehrfurcht einflößcu konnte.Es war ein Gesicht, das man, wenn man cs einmalgesehen, nie wieder vergaß; cs war ein Gesicht, daslange, halb unbewußt, in Evclincns jugendlichen Träu-men vorgekommcn war; ein Gesicht, das sic schonfrüher gesehen, obgleich cs damals, jünger, milderund schöner, einen ganz andern Ausdruck trug.

Evcline stand wie angewurzelt und fühlte sich bis

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