„Sprechen Sic nicht so, ich beschwöre Sic, Evc-linc; halten Sic mich doch nicht für den schmutzigrechnenden Weltmann, für den mich meine Feinde aus-gcben. Aber nm mit Einem Mal ans Ihrer Seeleden Gedanken zn entfernen an die Möglichkeit einessolchen Vergleichs zwischen Ihrer Ehre und Ihrem Wi-derwillen — (Widerwillen! muß ich dieß harte Wortaussprcchcn? —) so wissen Sie denn, daß Ihnen dieVerfügung über Ihr Vermögen nicht frei steht. Außerder kleinen Entschädigungssumme, deren Auszahlungaus der Nichterfüllung von meines sterbenden Oheimsletztem Wunsche von Ihrer Seite steht, ist das Ganzeunwiderruflich Ihnen und Ihren Kindern zngcschricbcn;— cs ist fest — Sic können es nicht veräußern. Undso kann sich Ihre Großmuth nur gegen den bewähren,dem Sic Ihre Hand reichen. Ach! lassen Sic mich.Sie mahnen an jene traurige Scene. Ihr Wohlthätcrauf dem Sterbebette — Ihre Mutter an seiner Seitekniecnd — Ihre Hand in der meinigcn — und jenerMund mit dem letzten Athemzug noch einen Segenund einen Befehl zugleich aussprechcnd!"
„Oh, halten Sic innc, halten Sic innc, meinLord!" rief Evclinc schluchzend.
„Nein, heißen Sic mich nicht innc halten, eheSic mir Zusagen, die Mcinigc werden zu wollen. Ge-liebte Evclinc! Ich darf hoffen - Sic werden Sichnicht gegen mich entscheiden!"
„Nein," sagte Evclinc, ihre Augen aufschlagendund nach Fassung ringend; „ich fühle zu gut, was