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Widerwillen, womit sic die Bewerbung des ihr zugc-dachtcn Mannes sah! — sie, deren Herz doch nochjungfräulich frei war, sic, die doch nie einen Manngesehen, der sich an Gestalt, Benehmen und gefälligenEigenschaften mit dem muntern und glänzenden LordBargrave messen konnte. Und doch bekämpfte ein Ge-fühl von Ehre — ein Gefühl davon, was sic ihremverstorbenen Wohlthätcr, der ihr mehr als Vater ge-wesen, schuldig war, ihren Widerwillen, machte sie un-schlüssig, wie sic sich zu verhalten habe und hindertesie, Berechnungen für die Zukunft anzustcllcn. Bei derglücklichen Schnellkraft ihres Geistes und bei einer fastan Leichtsinn grenzende» Sorglosigkeit, die ihr, dieWahrheit zu sagen, natürlich war, dachte sie nicht garoft an die ernste Verpflichtung, welche jetzt bald bestä-tigt oder aufgelöst werden mußte; wenn aber dieserGedanke sich ihr aufdrängtc, so machte er sic auf Stun-den lang traurig, und sic blieb daun nachdenklich undniedergeschlagen.
So ward denn zuletzt der Besuch bei Mrs. Mer-ton ins Reine gebracht — der Tag der Abreise festge-setzt, als eines Morgens folgender Brief von Lord Var-grave selbst kam:
An Lady Vargravc re.
„Meine thcure Freundin.
„Ich erfahre, daß wir eine Woche Feiertag bekom-men in unserem faullenzcnden Haus, und das Wetterist so köstlich, daß mich verlangt, den Genuß desselbenmit Denen zu thcilcn, die mir die Liebsten sind. So