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für seine Person sich in Geldverlegenheit und in zer-rütteten Umständen befinden, ohne auch Andern Ver-legenheiten zu bereiten. Wer kann gerecht scyn ohneeine vernünftige Sparsamkeit? Und was sind Mild-thätigkcit — Großmuth anders als die Poesie und.Schönheit der Gerechtigkeit?"
Niemand durfte Maltravcrs zweimal um eine ge-rechte Schuld ansprcchcn, und Niemand durfte ihn jean die Erfüllung eines Versprechens mahnen. Manfühlte, daß mau, mochte kommen, was da wollte, sichauf sein Wort verlassen konnte. Auf ihn konnte manden witzigen Lobspruch anwcndcn, welchen Johnsoneinem gewissen Edelmann crthciltc: „Wenn er Einemeine Eichel versprochen hätte und die Eicheln wären inEngland nicht gcrathen, so hätte er eine in Norwegenholen lassen."
So war cs denn nicht der bloße normannische undritterliche Geist der Ehre, dem er in seiner Jugendgehuldigt hatte, als einem wesentlichen Thcil dcöSchönen und Ziemlichen, aber der in der Jugend derVersuchung unterlegen war, wie ein Gefühl immereiner Leidenschaft weichen muß — sondern cS war derhärtere, überlegte, hartnäckige Grundsatz, die spä-tere Frucht tieferer und edlerer Weisheit, was in dieserKrisis seines Lebens Maltravcrs'Handlungsweise regelte.Gewiß ist, daß er nie geliebt hatte, wie er Evelineliebte und daß er doch nie so wenig der Leidenschaftsich hingcgcbcn.
„Wenn sie mit einem Andern schon in einem