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andere Tugend aber war, ebenso wenig glänzend undin Gunst bei den Menschen, die er bei den Pflichtendes täglichen berufsmäßigen Handelns sich zum Maß-stab nahm — die Gerechtigkeit. Im früher» Lebenhatte er sich in die konventionelle Florimcl verliebt,die wir Ehre nennen — ein fliehendes, schattcnartigesGespenst, das nur der Nester der Meinung der Zeitund des Landes ist. Die Gerechtigkeit dagegen hatetwas Dauerndes und Gediegenes in sich, und ausder Gerechtigkeit entspringt die ächte, nicht die falscheEhre.
„Ehre!" sagte Maltravcrs — „Ehre verhält sichzur Gerechtigkeit, wie die Bliithc zub Pflanze — sicist deren Entfaltung, Blume und Vollendung! AberEhre die nicht aus der Gerechtigkeit entspringt, ist nurein bemalter Lappen, eine künstliche Rose, welche diemännlichen Putzmacherinnen der Gesellschaft uns gernals natürlicher denn die ächten aufbindcn möchten."
Dicß Gcrcchtigkcitsprinzip suchte Maltravcrs inAllem durchzufül-rcn — vielleicht nicht mit durchgän-gigem Erfolg, denn welche Praris vermöchte immer dieTheorien zu realisircn? — aber doch blieb wenigstenssein Streben nach Erfolg sich gleich. Vielleicht warcs dieß, was ihn immer von den Ausschweifungen zu-riickgchalten hatte, zu welchen rcichbegabte und groß-sinnige Naturen so geneigt sind — von den Ucbcr-schwänglichkcitcn des Pscudogcnius.
„Niemand" zum Beispiel pflegte er zu sagen, „kannBulwer's Romane, l,XIX. 6