war zufrieden mit einer rauhen und harten Lebensweise,gegen welche sich heutzutage das Gesinde empören würde.Was sie für Luxus aufwenden konnten, ward gewöhnlichverschlungen von der Kleidung und von der Tafel, die siezu halten genöthigt waren. Dieß waren die wesentlichenBedingungen des anständigen Lebens. An Einrichtungder Häuser und Zimmer war kläglicher Mangel. Invielen Häusern, selbst von Rittern, bestand ein Gebäude,groß genug ein ganzes Stadtviertel einzunehmen, zumweit größcrn Thcil aus Kammern für Diener und fürdie Haushaltung, als aus Zimmern, die von den Be-sitzern bewohnt wurden; und selten hatte eines mehr alsdrei Betten, welche in Testamenten als Gegenstände vongroßem Werthe ausdrücklich vermacht wurden. Der Leserdarf sich daher nicht allzu sehr darüber verwundern, daßWarners Wohnung nur Gin, eigentlich so zu nennendes,Bett enthielt — und dieß war jetzt dem Nevile einge-räumt. Die Lagerstätte, welche dem Philosophen alsBett diente, war eine elende Matraze, auf dem Bodenausgebreitet, mit Stroh auSgestopft, und ein Stück grobeSarsche und ein alter Mantel dienten als Decke. SeinerTochter Lager, in einem untern Zimmer, war nicht vielbester. Die Wände waren nackt und kahl; das ganzeHaus war im Besitze nur Eines Stuhles, der in Mar-maduke's Zimmer stand — Sessel oder Schemel von Ei-chenholz roh gearbeitet, vertraten sonst ihre Stelle. EinKamin war nur in Nevile's Zimmer, und in diesem wares den Feuerarbeiten des Hausherrn gewidmet.
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