Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
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In dieß Schlafzimmer also, das das Aussehen einesGefängnisses hatte, zog Sybille den Gelehrten, und hiernahm sie aus einem alten, von Würmern zerfressenenSchrank sorgfältig ein Gewand von braunem Sammt,das sein Vater, Sir Armine, ihm testamentlich vermachthatte, verblichen zwar, aber doch so, wie Männer vongeringer Geburt cs nicht trugen ), mit Pelz verbrämt,und mit einer goldenen Spange zum Heften versehen.Dann hielt sie ihm Kanne und Becken, während er mitder Folgsamkeit eines Kindes sich den Nuß von Händen»nd Angesicht abwusch. ES war rührend, hier wie über-all das gerade Gegenthcil des naturgemäßen Verhält-nisses zn beobachten — das Kind gleichsam den Vaterleitend, behütend und schützend; und das nicht in Folgeseiner Schwachheit, sondern seiner Größe; nicht weil erunter dem Maß gewöhnlicher VersiandeSkräfte stand, son-dern darüber emporragte. Und wahrlich, als Sybilleihrem Vater, nachdem sein patriarchalisches Haar undBart in Ordnung gebracht war, »nd sein Sammtrock inmajestätischen Falten eine hohe und chrfurchtgebietendeGestalt umfloß, in Marmadnke'S Zimmer folgte — dadurfte sie wohl ans seine äußere Erscheinung stolz sehn.Und sie fühlte die unschuleige Eitelkeit ihres Geschlechtsund Alters, wie sie die halbverblüffre Ueberraschung wahr-nahm, womit Marmadnke seinen Wirth anstarrte, undden ehrerbietigen Ton bemerkte, tu welchem er ihm seinen

* Die LnruSgcsctzc gaben nur dem Ritter taS Recht, Sammtzu tragen.