Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
126
Einzelbild herunterladen
 

126

Zwischenzeit, ehe Margaretha genöthigt war, sie »achHauS z» entlassen, war ihre Mutter gestorben. Sie starb,ohne das Unglück vorauszusehen, welches nun folgensollte, mit der Hoffnung, daß ihr Kind wenigstens trefflichversorgt sey, und nicht ohne die Ahnung, (denn es liegtso viel Glauben in der Liebe!) daß ihres Gatten For-schungen, welcher in seiner Jugend die Gunst des Pro-tektors, Herzog von Gloucester, des gebildetsten, erleuch-tetsten Fürsten seiner Zeit, gewonnen hatte, endlich auchdurch die Gunst und die Belohnungen des Königs wür-den gekrönt werden. Eben dieser Zeitabschnitt war wirk-lich derjenige gewesen, wo das Schicksal dem Philosophenam freundlichsten und verheißungsvollsten gelächelt hatte.Heinrich der Sechste, langsam sich erholend von einemjener Krankheitsanfälle, die für Schwachsinn galten, hattein huldvoller Herablassung geruht, verschiedene Unter-redungen mit Warner zu halten, die ihm angenehm dieZeit ausfüllten; er war dazu ursprünglich veranlaßtworden durch die Schilderungen, die man ihm machie vonder »»heiligen Beschaffenheit der Studien und Bestre-bungen des Gelehrten; und nachdem er die beruhigendsteGewißheitwon der Rechtglänbigkeit seines gelehrten Un-lerthanen erlangt, hatte der arme Monarch eine Art vonInteresse gewonnen, nicht sowohl vielleicht für die Zweckeund Gegenstände von Warners Beschäftigung, als viel-mehr für jene gänzliche, gleichgültige Zurückgezogenheitvom wirklichen, thätigcn Leben, welche dem Unterthaneigenthümlich war, und ihm soweit eine traurige Aehn-